PSV bei Wendorfer Strandreinigung vorne mit dabei

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PSV bei Wendorfer Strandreinigung vorne mit dabei

| Auf dem Bild: Leider kein Pfand mehr drin, dafür Algen und Müll: Kevin Teske und Steven Günther (rechts im Bild) haben den Einkaufswagen am Strand gefunden. Quelle: Nicole Hollatz |

Zwischen Geisternetzen und Einkaufswagen: Aufräumen am Wendorfer Strand in Wismar

Woher kommt der ganze Müll am Wendorfer Strand bei Wismar? Gut 50 Freiwillige haben dort am Samstag aufgeräumt. Wie das gelaufen ist, sehen Sie in der Bildergalerie.

„Ich hätte nicht gedacht, dass es so schlimm ist“, kommentierte Philipp Skibbe. Zwischen Steinen hat er eine kleine Müllhalde gefunden, wo offensichtlich immer wieder was rein gestopft wurde. Sogar ein alter, längst kunstvoll verwitterter Schuh war da zu finden.

Der Sportler gehörte am Samstagvormittag zu den Aktiven vom Wismarer Polizei SV, Abteilung Fußball, die beim traditionellen „Subbotnik“ am Wendorfer Strand mit anpackten, zusammen mit Anwohnern und Umweltschützern. „Die Stadt tut sehr viel für den Verein und wir können so auf jeden Fall etwas zurückgeben auf einem ganz direkten Weg“, erklärte Philipp Skibbe.

Viel Unrat und Müll gefunden

Und es kam einiges zusammen an Müll. Scherben, viel Plastik, Schuhe, Reste von Geisternetzen, die sich nach einem der Stürme der vergangenen Monate in den frei gespülten Wurzeln am Strand verfangen hatten, vieles, was offensichtlich als Plastikmüll aus der Ostsee anlandete.

Den Einkaufswagen, den Steven Günther und Kevin Teske aus dem Wasser zogen, haben wohl andere „vergessen“. Leider ohne Pfand-Euro, dafür kunstvoll behangen mit allerlei Wasserpflanzen und noch funktionstüchtig. Das ist super für den Transport des Mülls zum Container.

Wendorfer Strandbelebung

„Sonst machen wir den Subbotnik immer im März nach den Stürmen“, berichtete Tilo Gundlack als Mitinitiator der „Wendorfer Strandbelebung“. Das ging in diesem Jahr wegen Corona nicht, nun wurde die Aufräumaktion nachgeholt. Der Politiker freute sich, dass sich immer wieder Firmen oder Vereine wie nun der PSV mit seinen Fußballern beteiligen.

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Einige Säcke voller Müll sind am Samstagvormittag bei der Aufräumaktion am Wendorfer Strand zusammen gekommen.

Ingeborg Schellbach (81) ist als Anwohnerin von Anfang an dabei. Auch weil sie sich als Kleingärtnerin über manch einen Mitgärtner ärgert, der heimlich seinen Unrat im Grüngürtel oder am Strand von Wendorf entsorgt. Oder über die Leute, die am Strand feiern und ihre Glasflaschen ins Lagerfeuer werfen, damit die so „schön“ explodieren.

Viele Scherben

Ingeborg Schellbach hat die Scherben eingesammelt. „Feiern sollen die Menschen ja, aber ihren Dreck auch wieder wegmachen!“ Gerade die Scherben ärgern sie sehr, weil Kinder im Sand spielen und sich verletzten könnten.

„Aber wenn ich bedenke, wie es war, als wir angefangen haben“, erzählt sie von der ersten Aufräumaktion, „da war noch viel mehr Müll am Strand!“ Das ist fünf Jahre her, seitdem wird regelmäßig am Strand Müll gesammelt. Nicht nur zum organisierten Subbotnik.

Familie sammelt Müll zwischen den Aktionen

„Wir sammeln hier am Strand regelmäßig mit unserem Eimerchen Scherben“, erzählt Anwohnerin Anne Finger, die mit ihren Söhnen Till (8) und Clemens (4) dabei war. „Und wir staunen, was immer zusammenkommt.“ Den eigenen Strand vor der Haustür selbst sauber zu halten, findet sie wichtig und richtig. „Wir nutzen den Strand ja auch!“

Quelle: www.ostseezeitung.de | Fotos: Hollatz

Und auch im Lokalfernsehen wurde über die Aktion in dem Beitrag „Sauberer Strand in Wendorf“ berichtet

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